Tag O

Der erste Blogeintrag, der Anfang ist gemacht!

Es gibt noch keine Fotos, denn ich bin noch in Berlin.

Die ersten Abschiede sind vorbei.
Kollegen verabschieden: Check.
Abschiedsparty: Check.
Erster tränenreicher Abschied (Anne!): Check.
Nachdem auch die letzten bürokratischen Schritte geklärt werden konnten, bleiben bis zur Abreise keine vier Tage mehr .
Davor feiere ich noch mein Geburtstag, schöner konnte ich es eigentlich nicht treffen.

Gerade sitze ich in der Bibliothek mit einem Stapel Namibia-Literatur vor mir. Heute kann ich mich endlich gänzlich der Vorbereitung widmen, nachdem ich gestern noch ein Paper für die Uni abgeschickt habe, das ich natürlich gern schon früher eingereicht hätte.

Die mir bisher bekannten Fakten für die nächsten sechs Monate:

Das Praktikum findet im Rahmen eines Entwicklungsprojekts zur Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel statt.
Bis einschließlich August werde ich in Namibia leben und überwiegend in der Hauptstadt Windhoek arbeiten. Allerdings wurde mir schon versprochen, dass ich die Option auf Dienstreisen in den Norden des Landes, dem eigentlichen Projektgebiet habe.
Das bedeutet dann konkret: Rundu und Katima Mulilo, raus aus dem Büro, raus aus der Stadt. Dort, wo Landwirtschaft jenseits der Viehwirtschaft betrieben werden kann, weil es dank der Niederschläge und der Flüsse dort möglich ist.
Im Inneren des Landes gibt es kaum Flüsse, die ganzjährig Wasser führen und somit unterliegt Namibias Pflanzenanbau politischen Absprachen mit den Nachbarländern, die die Wassernutzung regeln. Denn nur ganz im Norden und im Nordosten, außerdem an der südlichen Grenze verlaufen Flüsse, die über das gesamte Jahr hinweg für Bewässerungszwecke genutzt werden können.

Meine Unterbringung in Windhoek habe ich schon klären können: Die ersten vier Wochen bin ich im südwestlichen Teil der Stadt, als Gast von Sanet. Ich fühle mich jetzt schon gut aufgehoben: Sie lässt es sich nicht nehmen, mich vom Flughafen abzuholen und auch zur Arbeit möchte sie mich jeden Tag fahren. Da sage ich mal nicht nein. Eigentlich hatte ich geplant, die ersten Wochen im Hostel zu schlafen, ich bin aber froh, dass sich das nun doch anders ergeben hat. Mehr Ruhe und mehr Platz können bestimmt nicht verkehrt sein.
Ab April bin ich bei Witta in Olympia. Ich freue mich auf die Gastgeberinnen, aber die Orte erwarte ich mit Skepsis: mit dem Wissen, dass die Grundstücke von hohen, mit Stacheldraht versehenen  Mauern umschlossen und von Hunden bewacht werden.  Die Hunde sind nicht das Problem.

Und ich hoffe, dass die Schlaflosigkeit der letzten Wochen (steng genommen kann man da auch schon von Monaten sprechen) schlagartig von mir abfällt, wenn ich in Windhoek angekommen bin. Wird sie wahrscheinlich nicht. Aber vielleicht ja doch.

Meine Vorhaben abseits der Arbeit in Windhoek :

  • Fechten! Es gibt einen Club in der Stadt, den ich bereits kontaktiert habe. Dreimal pro Woche ist Training. Es wird ausschließlich Degen gefochten, meine Floretts kann ich also zuhause lassen.
    Mal sehen, wie ich überhaupt dort hinkomme, die Zahl der öffentlichen Verkehrsmittel tendiert wohl gegen Null. Andererseits habe ich auch gelesen, dass seit Februar 20 neue Busse durch die Stadt fahren, vielleicht ist ja einer für mich dabei!
  • Singen! Wenn ich vor Ort bin, werde ich mich mal nach Gottesdiensten umhören. Nicht der Gläubigkeit halber, soweit bekommt mich, denke ich, keiner mehr. Nein, es geht um Gospel. Ende September findet sogar ein Gospel-Festival in Windhoek statt, aber da bin ich voraussichtlich schon wieder in Berlin. Ich konzentriere mich also darauf, erstmal einen Gottesdienst zu finden.
  • Braaien! Das muss ich mir eigentlich gar nicht vornehmen, es wird einfach passieren. Garantiert nicht nur einmal. Braai ist Afrikaans und bedeutet Grillen. Eine Grillstelle gehört in Namibia angeblich zu jedem Haus. Ich hoffe, ich werde meinen sportlichen Vorsätzen (s.o.) auch nachkommen…
  • Afrikaans lernen! In Windhoek gibt es ein Goethe-Institut und es werden gerade Tandempartner für Afrikaans-Deutsch gesucht. Lekker!

Im Juni kommt Benni zu Besuch für die obligatorische Safari: unter anderem Geländewagen fahren, campen, namibischer Sternenhimmel, hoffentlich viele Tiere.

 

Alle Bedenken für mein Vorhaben sind gerade ganz klein. Deshalb möchte ich dazu im Moment auch keine Bemerkung abgeben.

Vorfreude!

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