Erkunden I.

Mittlerweile sind zwei Wochen vergangen. Zuhause gibt es kein WiFi und deshalb kommt nun etwas verspätet der nächste Blogeintrag.

Über die Wochentage gibt es nicht allzu viel zu berichten. In der Regel arbeite ich bis nachmittags, danach gehe ich noch einkaufen, kochen, telefonieren, manchmal noch ein Glas Wein und schon ist der Tag vorbei. Mittags gehe ich manchmal mit Kollegen essen, aber auch nicht oft, zu teuer. All in all: Man könnte sagen, ich bin im Alltag angekommen.

Ansonsten finde ich mich langsam in die Projektthematik ein und hoffe, dass die Implementierung des Projekts noch vor meiner Abreise im September erfolgt. Es gibt noch ein paar Hürden, die ein schnelles Vorankommen behindern. Es ist für mich  jedenfalls unbefriedigend, für etwas zu arbeiten, das ich später vielleicht gar nicht selbst sehen werde.

Gut, soweit zur Arbeit. Aber was ist eigentlich mit der Freizeit?

Ich war letzte Woche beim Training des Windhoeker Fechtclubs. Es waren zwar viele Leute da, allerdings waren fast alle zwischen 9-12 Jahren. Ich werde mir also einen anderen Sport suchen, aber das Häkchen auf der To-Do-Liste kann immerhin gesetzt werden.

Die Wochenenden habe ich bisher nicht in Windhoek verbracht. Das erste Wochenende bin ich mit einer anderen Praktikantin mit einem Mietwagen zum Waterberg gefahren. Wir waren in einer tollen Lodge ausserhalb des Nationalparks Waterberg und hatten ein riesiges Zimmer. Wir sind Samstag nachmittags angekommen, konnten noch eine dreistündige Safari-Tour machen und haben tatsächlich sehr viele Tiere gesehen. Wir hatten das Privileg, zu zweit hinten auf einem Geländewagen fahren zu dürfen, während vor uns neun Österreicher in einem Auto untergebracht waren (Fazit: Spät dran sein zahlt sich aus).
Die Situation war komisch, der erste Kommentar, als irgendwas zu beobachten war, das wir von unserem Auto aus nicht sehen konnten, kam von einem schnauzbärtigen Mann, der auf einen Baum zeigte:“Daa. Drä Gääier“. So ist es eben als Tourist.
Später wurde an einem Wasserloch Pause gemacht, mit Rotwein und Gin Tonic…
Aber vor allem mit Giraffen, Flusspferden, Büffeln, Kudus, Antilopen, Zebras und einem (schwangeren, wie mir der Ranger erklärt hat) Nashorn.

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Am Sonntag haben wir zu zweit eine Wanderung am und auf den Waterberg gemacht. Wir haben kaum jemanden getroffen und der Wanderweg war genau das Richtige für uns. Felsig und damit etwas anspruchsvoller, sodass sich meine Investition in Wanderschuhe auch gelohnt hat……
Auf dem Weg gab es auch ein paar interessante Tiere zu sehen, viele Heuschrecken in verschiedenen Farben und Grössen aber auch Paviane und Klippschliefer. Die Klippschliefer waren toll, ganz nah, neugierig und so freundlich. Auf halbem Weg hat uns eine kleine Schlange bedroht, ich glaube es war eine Boomslang . Nach dem kleinen Schrecken ging es weiter.
Vom Plateau des Waterbergs hat man einen endlos weiten Blick. Das Gelände ist, flach, weit und stimmig, so dass man nur dort sitzen und einatmen will. Rote Erde und (zumindest im Moment) grüne Büsche. Zwischendurch ein paar gerade Linien (Schotterstrassen).  Wunderschön.

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Nach der Wanderung konnten wir uns noch kurz in einem Pool erfrischen, der zum Nationalpark-Campingplatz gehört.
Als wir ins Auto einstiegen, fiel mir ein Zettel an der Windschutzscheibe auf. Jemand hatte uns gewarnt, dass unser Reifen platt sei.
Gut, den dann noch schnell gewechselt (yeah!) und dann ging es zurück nach Windhoek.
Reifen wechseln ist keine Seltenheit in Namibia.

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