Jerries on a farm.

 

Letzte Woche ging es nach überstandenem ersten Magenvirus (O-Ton Ärztin: „Willkommen in Windhoek. Hier sind Magenviren an der Tagesordnung.“) auf eine Privatfarm. Die Farm gehört den Eltern eines Bekannten eines anderen Praktikanten. Wir fuhren Samstag Vormittag zu neunt mit zwei Bakkies (Afrikaans: Pick-Up) in Richtung Karibib. Die Farm ist abgelegen (so wie eigentlich ausnahmslos alle Privatfarmen südlich des sogenannten Veterinärzaunes) und riesig (so wie eigentlich ausnahmslos alle Privatfarmen südlich usw…). Ich habe erfahren, dass die Farmen zu mindestens 90% in Deutschnamibischer Hand sind, so auch diese. Um mal eine Vorstellung zu bekommen: Von unserem Zeltort bis zum Haus fährt man ca. 20 Minuten und beides liegt nicht am Rand des Grundstücks.

Auf der Farm angekommen gab es erstmal ein bisschen 4×4-Action (Vierradantrieb…), Tierbeobachtungsausbeute: Bergzebras, Bokkies und ein Esel. Danach Dosenschiessen mit Schrot, Bier und Tinnitus.

 

Wir haben neben einem Felsen gezeltet (von dem ich leider kein Foto habe), mit Lagerfeuer, Zebrasteak und Windhoek Draught aus der Dose (gekühlt aus der batteriebetriebenen Kühltruhe auf der Ladefläche, luxuriös!). Zebra schmeckt ähnlich wie Schwein. Und Windhoek Draught aus der Dose geht spätestens nach dem zweiten auch.Bei 37 Grad Celsius ist aber der erste Schluck schon super!

Nachts hört man nichts. Wirklich NICHTS. Keine Grille, kein Vogel, nichts. Halbwüste. Wir waren früh im Bett (Bier leer) und sind ebenso früh aufgestanden, weil die Sonne schon um halb Sieben damit anfängt, die Zelte aufzuheizen. So hatten wir mehr vom Tag: Sonntag gab es Lagerfeuer-Katerfrühstück und danach wieder einen langen Game Drive (niemand sagt hier Safari). Unter anderem an einer alten Kalkmine vorbei, aus der zwei weisse Eulen flogen (zu schnell für die Kamera):

 

Auf der Farm steht eine alte Missionars(?)kirche (siehe Titelbild) und eine Schule. Skurill, inmitten der Landschaft und schon längst nicht mehr zum eigentlich Zweck genutzt stehen in der Kirche alte Pepsi-Kisten und Kettensägen herum.

Ach, und warum der Titel? Jerry ist der Name für Deutsche in Namibia (Nicht für gebürtige deutschsprachige Namibier!). Oreit (Alright), das war das Wochenende.

Back to Windhoek: Schlafen gehen, arbeiten.

 

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