Namibiese diere. Campingwochenende in Erindi.

Schon wieder ist die Zeit seit dem letzten Blogeintrag viel zu schnell vergangen. Schuld ist die Erlebnisdichte hier.

Direkt nachdem ich aus Kapstadt zurück war, ging es auch schon weiter: Donnerstag Ankunft in Windhoek, Wäsche waschen, schlafen. Freitag schnell arbeiten und danach ins Auto nach Erindi.

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Erindi ist eine private Farm, die von allen Seiten wärmstens empfohlen wird. Sie liegt etwa 2-3 Stunden nördlich von Windhoek. Wir hatten uns dafür entschieden, mal wieder zu campen und los ging es. Wir kamen in der Dämmerung an und uns wurde sofort ein Anblick geboten, für den sich die Fahrt schon gelohnt hat. Der Campingplatz liegt an einem Wasserloch, das vor allem zur Dämmerung von verschiedenen Tieren besucht wird. Nachdem wir unser Zelt aufgebaut hatten, gingen wir also ohne Umwege zum Wasserloch:

Flusspferde, Giraffen, Krokodile, Oryxe, Eigentliche Kuhantilopen (Was’n das für ein Name…Ich finde“Hartebeest“ besser. Unbedingt auf das Wort klicken, sehr schöne Website, aber das nur am Rande! Mein Blog ist natürlich auch sehr schön.) und Kudus – in einer Entfernung von ein paar Metern.

Okay, man muss dazu sagen, dass diese Farmen meistens Tiere beherbergen, die gekauft und an den jeweiligen Ort „verpflanzt“ worden sind. Ein Flusspferd würde sich sonst wahrscheinlich eher nicht in diese trockene Region verirren. Flusspferde findet man in freier Wildbahn soweit ich weiss nur im Norden an den Flüssen Namibias, die ganzjährig Wasser führen.

Deshalb der Vorteil für die Besucher der Farm: Sehr wenig Wasser, Wasserloch neben dem Campingplatz: Jeden Tag Tiere da.

Den Campingplatz selbst kann man kaum mehr als Campingplatz bezeichnen. Ich habe noch nie so luxuriös gezeltet. Jeder Platz hat eine Outdoor-Küchenzeile mit Kühlschrank und Eisfach, Kochplatten, Wasserkocher und Wasser aus der Leitung. Ausserdem gibt es ein Badezimmerhäuschen (das so schön ist, dass ich kurz in Erwägung gezogen habe, im Bad zu schlafen) und natürlich die obligatorische Braai-Stelle.

Dass wir für den Braai vor Ort noch Feuerholz kaufen mussten, sollte uns am nächsten Tag noch retten…

Samstag wählten wir aus den verschiedenen Safari-Optionen die Selbstfahrertour, das heisst: Gegen ein Entgelt mit dem eigenen Auto durch den Park fahren und Ausschau nach Tieren halten.

Auf dem Weg passierte dann irgendwann das, was niemand möchte und mit Sicherheit fast jedem mal passiert: wir fuhren uns fest. In der Strasse war eine tiefe Kuhle, durch die wir (mit einem VW Polo!) fahren mussten. Auf der einen Seite lag ein grosser Ast, also hatten wir keine andere Wahl als auf der anderen Seite zu fahren. Leider war es dort sehr sandig und wir steckten ziemlich schnell fest. Aber nicht nur das, das Auto lag vorne auf. Zum Glück hatten wir im Kofferraum noch einen Sack voll Feuerholz, das wir zusammen mit einem Wagenheber und viel Aufwand unter die Reifen steckten. Irgendwann kamen wir dann frei – juhu. Eigentlich soll man im Fall einer Panne oder eines Unfalls im Park unter keinen Umständen das Auto verlassen. Das ist nur blöd, wenn kein einziges Auto vorbeikommt und man keinen Handyempfang hat, um eine der Notfallnummern des Parkpersonals anzurufen. Selbst gerettet, auch ok.

Löwen und Elefanten haben wir leider keine entdecken können und abends ging es zurück in unser Camp.

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Nachts wachte ich mehrmals auf, der Grund waren Löwen. Ich hatte keine Vorstellung wie laut diese Tiere brüllen, sehen konnte man aber immernoch keine… Ach, das Camp ist übrigens durch einen elektrischen Zaun geschützt.

Sonntag ging es morgens um 6.30 Uhr mit ein paar wenigen anderen Frühaufstehern auf einen geführten Game Drive. Der Guide hat nicht nur auf Tiere hingewiesen, sondern wusste genau Bescheid über die Lebenserwartung, Laufgeschwindigkeit, Anzahl der Nachkommen und die Lebensräume der jeweiligen Arten. Als erstes sahen wir einen Erdwolf, eine kleine Hyänenart, die in Erdlöchern wohnt. Danach dann wieder das volle Programm: Zebras, Giraffen, Kudus, Oryxe, Warzenschweine, Affen und zum Schluss… Löwen!

Die Löwen und Elefanten im Park tragen GPS-Sender und können geortet werden. Wir mussten einige Zeit suchen, bis wir sie fanden… Drei ausgewachsene Löwen. Zum Glück satt und etwas desinteressiert lagen sie tief im Busch versteckt. Mit dem eigenen Auto hätte man sie nie entdeckt.

 

Danach schnell zurück zum Wasserloch und noch den Krokodilen auf Wiedersehen gesagt.

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Schon ging es wieder ins Auto – zurück nach Windhoek. Auf dem Weg noch ne Cola getrunken. Fazit Erindi: Lekker!

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